Annihilator erblickten im Jahr 1982 in Ottawa/Kanada das Licht der Welt. Kopf und bis heute die einzige Konstante in der Band, ist der damals erst 17-jährige Jeff Waters, der im Laufe seiner weiteren Karriere, zu einem der bedeutendsten und ausgefeiltesten Gitarristen in der Metal-Szene avanciert. Nach zwei Demotapes die der Jüngling im Alleingang aufnimmt, findet er mit Sänger Randy Rampage (Ex - D.O.A. ) und Schlagzeuger Ray Hartmann endlich zwei professionelle Mitmusiker und erweckt damit das Interesse mehrerer Plattenfirmen, von denen dann ’Roadrunner’ den Zuschlag erhalten. Das Ergebnis dieser Kollaboration – das Debüt-Album ’Alice In Hell’ von 1989 – gilt heute als Metal-Meilenstein und der Quasi-Titel-Track ’Alison Hell’ ist schlicht und ergreifend eine der großartigsten Hymnen die die Szene je hervorbrachte und die bis heute auf keiner amtlichen Metal-Party fehlen darf. Der technisch äußerst versierte Power/Thrash-Metal schlug damals ein wie eine Bombe und die Kanadier galten schon als ’The Next Big Thing’, doch wie so oft kam es dann ganz anders, denn obwohl Mainman Jeff Waters bis heute, unentwegt gute bis sehr gute Alben veröffentlicht – mit den Höhepunkten ’Never, Neverland’ (VÖ: 1990) und ’King Of The Kill’ (1994) – und oft und ausgiebig auf Tour ist, gelang doch nie der ganz große Durchbruch. Schuld daran waren u. a. diverse Business-Scherereien und vor allem die ständigen Line-Up-Veränderungen – kaum eine Scheibe wurde mit dem selben Sänger eingespielt, zwischendurch sang Waters sogar eine zeitlang selbst und das sogar außergewöhnlich gut – hinzu kamen noch massig private Probleme (Scheidung etc.), doch immerhin haben sie bis heute, u.a. die Grunge-Welle Anfang der Neunziger überlebt und sind so mittlerweile eine der dienstältesten Metal-Bands und können nach wie vor auf eine treue Fanbase zurückgreifen – Also freuen wir uns auf weitere 25 Jahre ’Thrash with Class’ aus Kanada!